Streetart für Squat Tempelhof


3 Antworten auf “Streetart für Squat Tempelhof”


  1. 1 Tempelhofer für Tempelhof 29. Mai 2009 um 16:52 Uhr

    „Tempelhof-Schöneberg vor dem ersten Bürgerentscheid
    Bürgerbegehren ´Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten – Weltkulturerbe schützen´ erfolgreich – Neues Volksbegehren im Endspurt“
    Das Bürgerbegehren mit dem Titel „Den Flughafen Tempelhof erhalten, als Weltkulturerbe schützen“ wurde erfolgreich beendet. Auf einer Pressekonferenz am Flughafen Tempelhof gaben die drei Vertrauensleute des Aktionsbündnisses heute das Ergebnis bekannt und stellten ihre weiteren Planungen vor.
    „Beim Wahlleiter wurden insgesamt 10.417 Unterschriften abgegebenen – davon wurden insgesamt 7733 Stimmen als gültig bestätigt“ so Andreas Donati vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de.
    Am 18. März 2009 hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin gemäß § 45 Abs 3 und 4 BezVG festgestellt, dass das Bürgerbegehren „Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten – als Weltkulturerbe schützen“ zustande gekommen ist.
    Inzwischen wurde auf der letzten Bezirksverordnetensitzung (BVV-Sitzung) am 18.März 2009 beschlossen, dass es am 07. Juni 2009 zum ersten Bürgerentscheid in Tempelhof-Schöneberg kommt.
    Ziel des Bürgerbegehrens ist der Erhalt des Flughafens Tempelhof in seiner Gesamtheit, eine Erweiterung des Denkmalschutzes auf die Gesamtanlage und eine zukünftige Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe.
    Volker Perplies, vom Aktionsbündnis: „Unser Ziel ist NICHT der Verkehrsflughafen, wie er 2008 im ICAT Volksentscheid abgestimmt wurde. Mit dem Bürgerbegehren wollen wir Tempelhof zunächst einmal in der Form erhalten, wie diesen Ort 85 Jahre Geschichte geprägt haben. In diesem Rahmen sind zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten – auch gleichzeitig – denkbar.
    Für uns ist vor allem wichtig, daß Tempelhof als ganzes und authentisch erhalten wird. Im Rahmen des Calls for Ideas haben wir dazu eine Fülle von Vorschlägen gemacht. “
    Für die komenden Wochen kündigt das Aktionsbündins die Einreichung eines neuen Volksbegehrens an. Wir habe inzwischen über 90% der norwendigen Unterschriften zusammen.
    Michael Paul: „Thema wird auch hier der Erhalt des Flughafens als Weltkulturerbe analog zum Bürgerbegehren sein. Außerdem werden wir das Volksbegehren nutzen, um endlich Transparenz in die Senatspolitik zu bringen. Mit Regelungen zur Akteneinsicht, zum Verbot von Aufsichtsratsmandaten und der Offenlegung von Einkünften bei Senatsmitgliedern wird unser Volksbegehren ein Meilenstein in Sachen demokratischer Kultur sein.“
    „Bürger- und Volksbegehren bieten die große Chance, die verfahrene Situation in Tempelhof endlich auf einen vernünftigen und konsensfähigen Weg zu bringen. Tempelhof war für Klaus Wowereit bisher ein politisches Fiasko. Wir reichen ihm hiermit noch einmal die Hand für einen politischen Kompromiß. Wir werden aber auch sehr deutlich zeigen, was die Wähler wollen. So wie es bisher lief, kann es nicht weiter gehen.“
    Das Aktionsbündnis appelliert deshalb an alle Berlinerinnen und Berliner, Tempelhof als herausragendes Denkmal zu erhalten und den Bürgerentscheid als auch die Unterschriftensammlung zum neuen Volksentscheid zu unterstützen.

  2. 2 tempelhof 14. Juni 2009 um 11:17 Uhr

    Hoch erfreut über das Ergebnis des Tempelhof-Bürgerentscheides
    Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: Entwidmungsbeschluss unverzüglich widerrufen.

    (Berlin, den 08. Juni 2009) Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de nimmt mit großer Freude das Ergebnis des erfolgreichen Bürgerentscheides im Bezirk Tempelhof-Schöneberg zur Kenntnis.

    Damit haben die Bürger im Bezirk Tempelhof-Schönerberg ein Votum getroffen, die von den Entscheidungen des Berliner Senats direkt betroffen sind. Das vorliegende Ergebnis ist ein Erfolg der Bürger, die dieses Mal ohne Unterstützung von Parteien und kommerzielle Interessen eine Vernunftentscheidung herbeigeführt haben.

    Michael Paul, Aktionsbündnis be-4-tempelhof: „Der Bezirk hat mit heutigen Entschei­dungen ein eindeutiges Mandat erhalten. Bezirk, das bezirkliche Denkmalamt, das Landesdenkmalamt und Berliner Senat sind jetzt gefordert, gemeinsam mit dem Aktions­bündnis eine würdige Zukunft für Tempelhof zu finden. Wir erwarten, dass ab sofort keine Entscheidungen mehr getroffen werden, die in Tempelhof vollendete Tatsachen schafft.“

    Diese Abstimmung zeigt auch, wie weit sich die Berliner SPD und deren Regierender Bürgermeister mit ihrer „Flughafenpolitik“ vom Bürger entfernt haben, so Paul weiter.

    Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof fordert, dass der Senat den Entwidmungsbeschluss, der rechtlich immer noch nicht umgesetzt ist, unverzüglich widerruft.

    Das Ergebnis zeigt zudem, dass der Erhalt des Flughafens Tempelhof für die Menschen noch immer ein wichtiges Anliegen ist. Es waren nicht Großindustrielle, Bonzen und Vielflieger, die diese Entscheidung herbeigeführt haben, es waren ver­antwortungsbewusste Menschen, die Tempelhof als ein Teil ihrer persönlichen Geschichte und Identität erhalten wollen.

    Die im Bürgerentscheid verlangte Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO bietet die Chance, diesen historischen Ort der Weltgeschichte dauerhaft zu bewahren und für Berlin zu einem weiteren Touristenmagnet zu machen.

    Volker Perplies vom Aktionsbündnis: „Alle die guten Willen sind sollten sich jetzt an einen Tisch setzen und gemeinsam eine Zukunft für Tempelhof finden, die der histo­rischen Bedeutung des Ortes gerecht wird, und eine breite gesellschaftliche Akzep­tanz findet. Wir haben eine große Zahl von konstruktiven Vorschlägen gemacht.“

    Ferner sehen wir das Ergebnis des Bürgerentscheides auch als gute Basis für das vom Aktionsbündnis am 29.April 2009 beantragte neue Volksbegehren, das ebenfalls den Erhalt des Flughafens Tempelhof zum Ziel hat und darüber hinaus eine wesent­liche Verbesserung der demokratischen Kultur bringen soll.

    Über die Zulassung des Volksbegehrens will der Senat auf seiner Sitzung am 9.6. entscheiden.

  3. 3 tempelhof 14. Juni 2009 um 11:18 Uhr

    Die “Möchte-Gern-Besetzer” haben – genauso wenig wie der Senat – kein Mandat um die Interessen der Anwohner vertreten.

    Die Anwohner haben ganz klar für den Flughafen votiert, sie wollen nicht auf das Flugfeld und sie wollen auch nicht das Sie den Flughafen besetzen.

    Von 91 585 gültigen Stimmen stimmten 62 054 (68%) für das Anliegen “Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten – als Weltkulturerbe schützen”.

    Im Vergleich: CDU, Grüne und SPD kommen zusammen auf insgesamt ca. 71 000 Stimmen.

    Damit haben die Bürger im Bezirk Tempelhof-Schönerberg ein Votum getroffen, die von den Entscheidungen des Berliner Senats direkt betroffen sind. Das vorliegende Ergebnis ist ein Erfolg der Bürger, die dieses Mal ohne Unterstützung von Parteien und kommerzielle Interessen eine Vernunftentscheidung herbeigeführt haben.

    Das Ergebnis zeigt zudem, dass der Erhalt des Flughafens Tempelhof für die Menschen noch immer ein wichtiges Anliegen ist. Es waren nicht Großindustrielle, Bonzen und Vielflieger, die diese Entscheidung herbeigeführt haben, es waren ver­antwortungsbewusste Menschen, die Tempelhof als ein Teil ihrer persönlichen Geschichte und Identität erhalten wollen.

    Können Sie so viel Bürgerwillen akzeptieren? Oder zählt der Wille der Chaoten aus ganz Europa mehr?

    Wenn Sie ins Grünen wollen, dann gehen Sie in die Hasenheide und bringen Sie auch eine Gießkanne und vielleicht etwas Gartengerät mit – zur Pflege der Parks Hasenheide. Der hätte es dringend nötig.

    Und noch was – denken Sie daran: Die Hasenheide ist keine öffentliche Toilette und auch kein Drogenumschlagplatz! Das Gelände des Flughafen darf es nie werden!

    Auf der Internetseite gibt es einen Link zu folgenden Beitrag des Aktionsbündnisses be-4-tempelhof.de:

    Call for Ideas zur Zukunft des Flughafens Tempelhof UNESCO Welterbestätte „Flughafen Tempelhof“ Beitrag im Rahmen des „Nach“nutzungsverfahrens für den Flughafen Tempelhof der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin.

    Neben einer moderaten Nutzung für Flugbetrieb, gibt auch viel Platz für viele weitere Ideen.

    Allerdings eine denkmalgerechte Nutzung kann vernünftigerweise nur im Kontext eines Flughafens erfolgen.

    Unter Punkt fünf – Nutzungskonzept

    Nach Meinung des Aktionsbündnis muss die zukünftige Nutzung den vorhandenen Zustand bewahren, einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglich und volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. Sie muss zudem Akzeptanz bei der Berliner Bevölkerung besitzen und der historischen Bedeutung Rechnung tragen.

    Das Nutzungskonzept beruht daher auf folgenden Prinzipien:
    1. Authentischer Erhalt der Flughafen Gesamtanlage
    2. Spezialisierte luftverkehrliche Nutzung
    3. Luftverkehrsnahe Nutzung
    4. Luftfahrtbezogene Bildung und Ausbildung
    5. Historisch Museale Nutzung
    6. Vermietung (Messen, Konzerte, Veranstaltungen z.B. Feuerwerk oder Chaostage)

    Diese Prinzipien werden im Text weiter erläutert.

    Die derzeit vom Senat betriebenen Planungen und publizierten „Nachnutzungskonzepte“ werden dieser Bedeutung nicht gerecht weder der der Flughafengegner noch der der Flughafenbefürworter.

    Vielleicht erklärt dies auch das Ergebnis des Bürgerentscheides im Bezirk Tempelhof-Schöneberg also der Anwohner: Das Bündnis vereinigte fast so viele Stimmen auf sich wie die drei wichtigsten Parteien in dem Wahlkreis – SPD, CDU und Grüne

    Zu guter Letzt: Auch das Aktionsbündnis ist gegen die Bauspekulation und Bebauung der Grünfläche. Tempelhof so wie es ist, sorgt auch für den Frischluftaustausch für ganz Berlin – auch für Kreuzberg und Friedrichshain. (Flurwinde s. a. Senatverwaltung Stadtentwicklung) Wir wissen auch, dass auf dem Gelände ein geschützter Bestand an Tieren ihre Heimat beheimatet ist – unter anderen Füchse.

    Wir wollen das das so bleibt und ich hoffe der Fuchs sagt hier nicht für immer und endgültig gute Nacht.

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