Concept

    Wie letztes Jahr sollen die Action Weeks wieder nach dem Grundsatz DIY (Do It Yourself) ablaufen. Dies bedeutet, dass ihr für das gelingen der Action Weeks verantwortlich seid. Wir planen keine Aktionen, die Aufgabe Protest gegen kapitalistische Stadtumstrukturierung sichtbar zu machen, übergeben wir an euch. Organisiert euch, macht kreative Aktionen, bietet Workshops an, bleibt spontan und unberechenbar! Das DIY Konzept geht Hand in Hand mit der dezentralen Ausrichtung der Action Weeks. Nutzt die große Fläche die Berlin euch bietet und macht euch so schwerer angreifbarer für den Repressionsapparat. Dabei ist die aktionistische Ebene euch überlassen. Direkte Aktionen sind genauso willkommen wie lockere Info- oder Vernetzungsveranstaltungen in Parks oder Mieterläden. Critical Mass und theorielastige Workshops schließen sich nicht aus! Wir freuen uns auf einen vielfältiger Protest! Dafür stellen wir die Infrastruktur mit Radio, Infopunkt, EA, Prisoner Support, Website, Ticker, Vokü etc… Den Rest überlassen wir in gespannter Erwartung euch!

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    This year we also organized the Action Weeks following the DIY (Do it yourself) concept. It means that we dont plan any direct action. Bringing the creative protest against capitalist restructuring of the city to the streets is your part. Organize yourself, plan direct action, offer workshops, stay spontanious and therefor hard to repress. DIY also requires a decentralized form of protest. Use all the space Berlin is offering and make the action weeks an unpredictable event. On what level you get involved or protest is completely your choice. We want a broad protest where direct action, critical mass, workshops on theory, net-working sessions in the neighbourhood don‘t contradict but support and foster each other! To make this all work and to ensure a minimum level of organization we will provide the basic infrastructure with places to sleep, radio, website, ticker, infopoint etc…The rest is up to you!

    This is our City! Lets take it back!

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    Tout comme l‘ an dernier lors des „Action days“, ces Action Weeks -semaines d‘action contre la gentrification- se déroulent en D.I.Y. (Do It Yourself-Fais-le toi-meme). Ce qui veux dire que nous ne planifions aucune action directe. C‘est à chacun d‘initier dans la rue des actions créatives contre la restucturation capitaliste de la ville. Organise-toi, imagine des actions diectes, propose des ateliers, reste spontané, et donc difficile à réprimer. Le D.I.Y. requiert aussi une forme décentralisée de protestation. (si si, ca se dit) Utilise tout l‘ espace qu‘offre Berlin, et fait des actionweeks un évènement imprévisible. A quel point tu veux y prendre part, et comment, c‘est toi qui vois.
    On souhaite une protestation multiple, diversifiée, ou les actions directes sont tout autant bienvenues que les ateliers de discussion, rencontres connectant individus et projets, de manifs/blocages à vélo type „Critical mass“, etc , et que ces différentes actions ne se contredisent pas, mais se soutiennent et se fécondent mutuellement! Et pour que ca marche, les participants pourrons béneficier d‘une infrastructure basique: endroits où dormir, radio, sites internet, points info ou infokiosques, legal team, soutient aux prisoniers, page web actualisée sur les actions en cours, cuisines autogérées (Vokü), etc… Pour tout le reste, à toi de jouer!

Aufruf [pdf] / Call:

    Freiraum-ActionWeeks in Berlin im Juni 2009

    Die Liste der Freiräume, die in Berlin akut von der Gentrifizierung bedroht sind, bleibt unverändert lang. Nach wie
    vor sind in Berlin um die zehn Projekte mehr oder weniger gefährdet. Von spektakulären Einzelerfolgen wie der Besetzung des Bethaniens oder der Rettung der Köpi letztes Jahr abgesehen ist die Situation also konstant scheiße. Jeder verlorene Freiraum ist ein schwer zu ersetzender Verlust und jede Räumung muss verhindert werden.

    Das Erkämpfen neuer Freiräume war in den letzten Jahren selten erfolgreich. Dabei gibt es in Berlin weiterhin viele leer stehende Häuser und Flächen, die auf ihre Besetzung warten. Und jede Besetzung ist ein weiteres Sandkorn im Getriebe der kapitalistischen Aufwertung der Stadt.

    Die letzten Action Days haben das Thema Freiräume und Stadtaufwertung der radikalen Linken sowie breiten Öffentlichkeit schlagkräftig ins Bewusstsein gerufen. Das dezentrale „Do It Yourself“-Konzept ging auf und ließ die staatlichen Repressionsorgane ohnmächtig dastehen. Durch viele unberechenbare und spontane Aktionen wurde den Bullen kaum Angriffsfläche geboten. Ein Polizeisprecher verkündete öffentlich: „Die Autonomen wissen, dass sie ob unserer Personalsituation den längeren Atem haben.“ – Wir bedanken uns für diesen strategischen Hinweis und wissen ihn zu berücksichtigen.

    Deshalb rufen wir die ActionWeeks 2009 in Berlin aus!

    Es gibt auch dieses Jahr viel zu erkämpfen. Die aktuellen Freiräume müssen erhalten bleiben, neue Freiräume müssen geschaffen werden, die allgegenwärtige Stadtaufwertung muss auch weiterhin mit vielfältigen Mitteln bekämpft werden. Wir reihen uns damit ein in die immer größer werdende Bewegung gegen die Privatisierung und Kapitalisierung Berlins und anderer Städte.

    Zum Abschluss des zweiwöchigen Ausnahmezustands rufen wir zur öffentlichen Massenbesetzung der neuen Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof auf. Wir laden euch ein, vom 06.06. bis 21.06. nach Berlin zu kommen:

    Do It Yourself – But Do It Together
    Besetzt Häuser und Plätze
    Verhindert Räumungen
    Stört die neoliberale Ordnung
    Holt euch die Stadt zurück
    Und wie immer, Kapitalismus angreifen
    Wir Bleiben Alle!

    ActionWeeks 2009 in Berlin vom 06.06. bis 21.06.
    Infos, Orga, Pennplätze, etc.: http://actiondays.blogsport.de
    Wir Bleiben Alle! – Kampagne: http://wba.blogsport.de/
    Verbreite diesen Aufruf! Übersetzungen bitte an wba-internet [ät] riseup.net

Convocatoria: [pdf]

Appello in italiano: [pdf]